ANDERE FILME – ANDERS ZEIGEN

Corona Verordnung

Mit dem Infektionsschutzgesetz des Bundes vom 18. März und der zum 3. April in Kraft tretenden 12. Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg fallen nun die verbliebenen Einschränkungen für Kunst- und Kultureinrichtungen und damit vor allem auch die Testerfordernis für den Zutritt zu geschlossenen Räumen weg. In der Corona-Verordnung des Landes wird aber weiterhin insbesondere das Tragen einer medizinischen Maske oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) in öffentlich zugänglichen geschlossenen Innenräumen empfohlen.

HIGHLIGHTS

Das Licht aus dem die Träume sind

Der achtjährige Samay liebt das Kino, am liebsten würde er selbst Filmemacher werden – eine Vorstellung, die seinem Vater, der an einem abgelegenen Provinzbahnhof Tee verkauft, absolut unwürdig erscheint. Samay gelingt es, sich mit dem Filmvorführer Fazal anzufreunden, der ihn – im Austausch gegen die Lunchbox seiner Mutter – regelmäßig in den Vorführraum des örtlichen Kinos einlädt. Als Samay herausfindet, wo die Filmrollen verladen werden, entwickelt er einen riskanten Plan, der ihn schon bald mit dem Gesetz in Konflikt bringt.

Die jüngste Regiearbeit des indischen Regisseurs Pan Nalin („Samsara“) wurde von eigenen Kindheitserinnerungen inspiriert. Das Kino wird in diesem farbenprächtigen Film zu einem magischen Ort, der die eigene Fantasie beflügelt. In nostalgischen Bil­dern zeigt Nalin, wie Samay und seine Freunde Sonnenbrillen aus farbigen Filmschnipseln basteln. Hinter dem Rücken von Samays Vater verfolgen sie ihren Traum von einem eigenen Kino. Die kindliche Faszination überträgt sich auch auf die Zuschauer. (Cinema)

 

Alles in bester Ordnung

In ihrem Regiedebüt „Alles in bester Ordnung“ wirft die Schauspielerin und Drehbuchautorin Natja Brunckhorst einen warmherzig-zärtlichen und humorvollen Blick auf die Phänomene der modernen Konsumgesellschaft. Indem sie eine Maximalistin und einen Minimalisten auf Kollisionskurs setzt, erzeugt sie komödiantische Reibungsfunken und regt zugleich zum Nachdenken an, über das Zuviel und Zuwenig. Marlen (Corinna Harfouch)  ist früher durch die Welt gereist, draußen strahlt sie, aber ihre Wohnung hat sie mit Gegenständen vollgestellt. Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Alles ist zu wertvoll, zu bedeutend, um es wegzuschmeißen. Fynn (Daniel Strässer)  dagegen will mit nur 100 Dingen durch die Welt gehen. „Ordnung ist das halbe Leben!“, sagt er. „Willkommen in der anderen Hälfte!“, antwortet sie. Das ist der Humor und der Kampfstil, den sie von jetzt an pflegen. Marlen und Fynn – stärker könnten die Gegensätze nicht sein. Doch Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an…

Der schlimmste Mensch der Welt

Joachim Trier folgt einer jungen Frau in Oslo, der es schwer fällt, sich auf etwas festzulegen. “Der schlimmste Mensch der Welt” ist elegant und großzügig, euphorisch und großherzig, ein Film von großer handwerklicher Expertise, der sein Können, seinen entzückend spielerischen Umgang mit den Mitteln des bewegten Bilds immer in den Dienst stellt eines erstaunlichen Porträts einer jungen Frau in Oslo an der Schwelle zur vierten Lebensdekade, die soviel über ihr Leben nachdenkt, dass sie in Stasis gefangen ist: Keine Lebensentscheidung will die richtige sein; wenn sie nach links gegangen ist, kommen die Zweifel: Wäre rechts nicht doch besser gewesen? Das macht es nicht leicht für die einstmals geniale Schülerin, der man eine große Karriere vorausgesagt hatte: Medizin? Psychologie? Oder doch Fotografie? Julies romantisches Leben ist nicht minder Lust und Laune unterworfen. Selbst ihre feste Beziehung zu dem etwas älteren Comic-Künstler Aksel ist Verhandlungssache. Was “Der schlimmste Mensch der Welt” so besonders macht und abhebt von anderen Zeitgeistkomödien, ist die Entschlossenheit von Trier und seiner fulminanten Hauptdarstellerin Renate Reinsve, nie den Stab über Julie zu brechen. Ihre Unentschlossenheit, ihre Unzufriedenheit, ihr Wankelmut sind hier kein Makel, es sind Qualitäten in einer Welt, in der man sich daran gewöhnt hat, immer ein Ziel vor Augen haben zu müssen, eine Rolle zu spielen. (Blickpunkt Film)


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